Natascha Zwik

Geboren: 1979 in Leer
Wohnort: Holte
Familienstand: eheähnliche Lebensgemeinschaft, zwei Töchter

Beruflicher Hintergrund: Industriekauffrau, pflegend

aktuelle Funktion: Vorstandssprecherin BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Für Grüne Sozial- und Bildungspolitik

Ich bin 47 Jahre alt, gelernte Industriekauffrau und Mutter zweier Töchter. Mein Weg in die Politik ist geprägt von einem starken Engagement für soziale Gerechtigkeit – sei es früher als aktive Gewerkschafterin bei der IG Metall im Betriebsrat oder heute in meiner Rolle als Pflegende Angehörige, Vorstandssprecherin BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN und Mitgestalterin unserer Musikschule hier in Rhauderfehn. Ich weiß, worauf es ankommt, wenn man sich für die Rechte anderer einsetzt und bürokratische Hürden überwinden muss.

Mein wichtigster Antrieb ist der Kampf gegen Barrieren. Da wir selbst Kinder mit Behinderungen haben, erlebe ich täglich den „Marathon“ aus Therapien, Behördengängen und Anträgen, der viele Familien an ihre Grenzen bringt. Oft bleiben die tatsächlichen Hilfsangebote aus, während Ärztemangel und fehlende Plätze in der Kurzzeitpflege den Alltag erschweren. Ich möchte mich im Gemeinderat dafür einsetzen, dass Inklusion kein Schlagwort bleibt, sondern gelebt wird: durch barrierefreie Freizeitangebote, transparente Behörden und eine echte Unterstützung für betroffene Familien.

Über die Inklusion hinaus möchte ich massiv in unsere Zukunft investieren – und das bedeutet konkret: in unsere Kinder und Jugendlichen. Gute Bildung muss sowohl schulisch als auch außerschulisch gewährleistet sein. Ich setze mich für eine sichere, eigenständige Mobilität per ÖPNV und Fahrrad sowie einen einfachen Zugang zu Sport, Kultur und sinnvollen Freizeitangeboten ein. Wir brauchen Orte, an denen junge Menschen willkommen sind, und einen Fokus auf gesunde Ernährung sowie mentale und physische Gesundheit. All das darf kein Privileg sein, sondern muss für jedes Kind in Rhauderfehn selbstverständlich sein.

Damit unsere Kinder eine lebenswerte Zukunft haben, müssen wir heute die Weichen richtig stellen. Ich wünsche mir ein Leben im Einklang mit der Natur: leisere, stressfreiere Straßen und gute klimatische Bedingungen. Wir dürfen unseren Kindern keine Altlasten und kein marodes Dorf überlassen. Mein Ziel ist ein moderner Ort, an dem wir technologisch auf dem neuesten Stand sind und uns nicht „abgehängt“ fühlen, ohne dabei den wertvollen Kern unseres Dorflebens zu verlieren.

Gleichzeitig blicke ich über die Gemeindegrenzen hinaus. Als gebürtige Osterfehntjerin, seit 25 Jahren Rhauderfehnerin (und davon 20 Jahre Holterin) sowie Lebenspartnerin eines Ihrhovers, lebe und handle ich in allen drei Gemeinden des Overledingerlands gleichzeitig. Ich bin überzeugt: Zusammen sind wir stärker. Ob beim Ausbau der Mobilität, bei zukunftsweisenden Energieprojekten oder der Förderung unserer Kultur – viele Aufgaben sind für eine Gemeinde allein nicht sinnvoll umsetzbar. Es ist Zeit, die unsichtbaren Grenzen zu überwinden, um die Lebensqualität in unserer gesamten Region nachhaltig zu steigern.