Sichere Schulwege für Collhusen: Unser Einsatz für mehr Verkehrssicherheit und kindgerechte Mobilität

Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Overledingerland unterstützte die erfolgreiche Informationsveranstaltung im Schulzentrum Collhusen

Collhusen/Westoverledingen, 18. August 2025

Wir, der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Overledingerland, haben am Montag, den 18. August 2025, eine gut besuchte Informationsveranstaltung der IVS im Schulzentrum Collhusen unterstützt. Unter dem Motto „Schulweg gefährlich – das darf nicht sein“ setzten wir uns gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Verkehrssicherheit Schulstraße Collhusen (IVS) für sichere und kindgerechte Schulwege ein. An die 40 engagierte Bürger:innen, Eltern, Schüler:innen und politische Vertreter:innen folgten der Einladung, um über die Einrichtung einer Schulstraße im Bereich des Schulzentrums Collhusen, der Grundschule Steenfelde-Großwolde und des Kindergartens Bullerbarg zu diskutieren.

Prominente Unterstützung für sichere Schulwege

Als besondere Expertin begrüßten wir Anna Genser, die Kölner Fahrradbürgermeisterin, die sich erfolgreich für die Einrichtung von vier Schulstraßen in Köln eingesetzt hat. Genser berichtete von ihren Erfahrungen und betonte: „Schulstraßen sind temporär oder dauerhaft autofreie Bereiche vor Schulen und können von Kommunen einfach und schnell umgesetzt werden.“ Ihr Appell an die Anwesenden: „Gemeinsam können wir die Welt verändern. Und eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt.“

Ebenfalls anwesend waren unsere politischen Vertreter:innen:

  • Hedwig Daute, Ratsfrau von Bündnis 90/Die Grünen in der Gemeinde Westoverledingen und Mitglied der IVS, Vorsitzendes des Ausschuss für Klima-, Umwelt-, Naturschutz und Mobilität der Gemeinde Westoverledingen
  • Dieter Ertwiens-Buchwald, Mitglied des Kreistages in Leer,
  • Stephan Christ, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen aus dem Landkreis Cloppenburg.

Schüler:innen fordern sichere Wege

Zwei Schülerinnen des Schulzentrums Collhusen berichteten von ihren täglichen Erfahrungen: „Unser Schulweg ist gefährlich. Der Gehweg ist zu schmal, Radfahrer:innen nehmen keine Rücksicht, und auf der Straße kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen.“ Sie sprachen sich klar für die Einrichtung einer Schulstraße aus, um die Situation zu entschärfen.

Gesellschaftlicher Wandel und gesundheitliche Folgen

Rainer Bruns, Schulleiter des Schulzentrums, wies auf eine besorgniserregende Entwicklung hin: „Immer mehr Kinder können nicht mehr Rad fahren. Ein Klassenausflug mit dem Fahrrad ist kaum noch möglich.“

Nora Stieger, Ärztin für Kinder- und Jugendmedizin, ergänzte aus medizinischer Sicht: „Nur 20,9 Prozent der Jungen und 10,8 Prozent der Mädchen im Alter von 11 bis 15 Jahren bewegen sich ausreichend. Die Folgen sind motorische Entwicklungsstörungen, Übergewicht und negative Auswirkungen auf die Gehirnleistung.“

Gemeinde bleibt abwesend – Unser Engagement geht weiter

Enttäuschend war die Abwesenheit offizieller Vertreter:innen der Gemeinde Westoverledingen, obwohl diese eingeladen waren. Ein von uns im Klimaausschuss eingebrachter Antrag zur Prüfung der Schulstraße wurde abgelehnt und an den Landkreis verwiesen. „Die Realität in unserer Gemeinde zeigt: Schulwege führen an Schnell- und Landstraßen entlang, die letzten Meter werden durch Sogenannte Elterntaxis und schlechte Verkehrsplanung zur Gefahr“, kritisierte die IVS.

Trotz dieser Rückschläge ziehen wir ein positives Fazit: „Die Veranstaltung war informativ, die Diskussion lebhaft, und wir haben wertvolle Kontakte geknüpft. Unser Einsatz für sichere Schulwege geht weiter – für unsere Kinder und ihre Zukunft.“


Kontakt und Mitmachen:
Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Overledingerland und die IVS freuen sich über Unterstützung! Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Hedwig Daute oder besuchen Sie unsere nächsten Treffen.

Gemeinsam für sichere Schulwege – weil jedes Kind sicher ankommen soll!