Titel des Antrags: Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für die Gemeinde WOL

Erklärung: Die Antragsteller möchten, dass die Gemeinde Westoverledingen von einem externen Dienstleister ein spezielles Mobilitätskonzept erarbeiten lässt und dafür Fördergelder beantragt. Da der Verkehr auf dem Land viel CO₂ verursacht und der Busverkehr ausbaubedürftig ist, soll der Plan konkrete Wege und Ziele aufzeigen, wie die Mobilität klimafreundlicher gestaltet werden kann (z. B. Einbindung des Bahnhaltepunkts Ihrhove). So lassen sich Fehlplanungen vermeiden und Ressourcen sparen.

Antragsteller: GRÜNE.WOL21 (WOL21. GRÜNE.MOIN.ERM)

Wann wurde der Antrag gestellt: 12.05.2023

Für welchen Ausschuss oder Für welche Institution: Ausschuss für Klima-, Umwelt-, Naturschutz und Mobilität (Gemeinde Westoverledingen, z.H. Herrn Bürgermeister Theo Dowes)

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, durch einen externen Dienstleister ein Fokuskonzept Mobilität für die Gemeinde erstellen zu lassen.

Dafür sind entsprechende Gelder im Finanzplan einzustellen und passende Fördergelder einzuwerben.

Begründung:

Laut Förderrichtlinie der Nationalen Klimaschutz Initiative soll ein Fokuskonzept helfen, den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig im Sektor Mobilität zu verankern.

Es zeigt auf, welche technischen und wirtschaftlichen Potentiale zur Minderung der Treibhausgase bestehen und legt kurz-, mittel- und langfristig Ziele und Maßnahmen fest.

Der Verkehrssektor ist ein wesentlicher Verursacher von Treibhausgas – Emissionen. Besonders im ländlichen Raum wie in WOL nimmt die Mobilität durch überwiegend fossil betriebenen Individualverkehr einen großen Stellenwert ein bei gleichzeitig deutlich längeren Wegen, die z.B. zum Arbeitsplatz zurückgelegt werden müssen. Gleichzeitig ist der ÖPNV denkbar schlecht ausgebaut. Auch wenn eine THG-Bilanzierung für die Gemeinde noch nicht vorliegt, muss davon ausgegangen werden, dass die Mobilität erhebliche negative Auswirkungen auf die Bilanz hat. Somit werden Veränderungen in diesem Sektor einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Klimaneutralität zu erreichen.

Auf der Basis dieses übergreifenden Konzeptes kann die Gemeinde dann anfangen, niederschwellige kleinere Projekte zu realisieren und in eine mittel- und langfristige Planung einsteigen. Das spart personelle und finanzielle Ressourcen und verhindert, dass möglicherweise einzelne Projekte später nicht mehr ins Gesamtkonzept passen.

Die in den Richtlinien zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit vom Rat am 06.10.22 beschlossenen Aufgaben und Bereiche (Aufgabenfeld „Klimafreundliche Mobilität“) werden auf diese Weise sinnvoll zusammengefügt. Die Einbindung des geplanten Bahnhaltepunktes in Ihrhove wird somit gewährleistet und die Attraktivität des Deutschlandtickets nachhaltig erhöht.

Dieses Konzept entspricht somit dem Auftrag der Richtlinien.

Ein Fokuskonzept Mobilität wird z.B. von der nationalen Klimaschutz Initiative zu einem hohen Prozentsatz gefördert. (60 – 80 %)