Titel des Antrags: Kommunale Wärmeplanung

Erklärung: Die Antragsteller fordern, dass die Gemeindeverwaltung rasch die Vergabe für eine kommunale Wärmeplanung vorbereitet und entsprechende Fördermittel beantragt. Bürgerinnen und Bürger sollen dadurch schnell Planungssicherheit für den Umstieg auf umweltfreundliche Heizsysteme erhalten, während die Gemeinde von einer 90-prozentigen Förderquote profitiert.

Antragsteller: GRÜNE.WOL21 (WOL21. GRÜNE. MOIN. ERM)

Wann wurde der Antrag gestellt: 08.09.2023

Für welchen Ausschuss oder Für welche Institution: Ausschuss für Klima-, Umwelt-, Naturschutz und Mobilität (Gemeinde Westoverledingen, z.H. Herrn Bürgermeister Theo Douwes)

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt, parallel zur Beantragung der entsprechenden Fördermittel, zeitnah die Auftragsvergabe einer kommunalen Wärmeplanung vorzubereiten.

Begründung:

Im Zuge der Wärmewende, d.h. bei der Umstellung unserer Wärmebereitstellung auf fossilfreie Heizungssysteme, spielt neben den individuellen Einzellösungen die Versorgung mit Nah- bzw. Fernwärme aus regenerativen Quellen eine wichtige Rolle.

Es gehört zur Daseinsvorsorge, allen Bürger*innen ein Dach über dem Kopf und in den kalten Jahreszeiten eine warme Wohnung zu gewährleisten.

Es ist mit größter Sicherheit davon auszugehen, dass unter bestimmten Bedingungen und in einem bestimmten Zeitrahmen die Umrüstung fossiler Heizungssysteme (Gas und Öl) in fossilfreie, CO2 geminderte Systeme verpflichtend wird.

In unserer Gemeinde existieren bisher keinerlei Strukturen für eine kollektive Versorgung bestimmter Gebiete über Nah- oder Fernwärmenetze, obwohl es durchaus Siedlungsgebiete gibt, die eine solche Versorgung sinnvoll erscheinen lassen. Damit die Bürger*innen Planungssicherheit bekommen, welche Lösung sie bei der Umstellung ihrer Wärmebereitstellung wählen sollen, wird der Gesetzgeber die kommunale Wärmeplanung für alle Kommunen ab 10 000 Einwohner bis 2028 verpflichtend machen.

Um unseren Bürger*innen so schnell wie möglich die Unsicherheit zu nehmen und der Kommune die 90 % tige Förderung nicht entgehen zu lassen, ist es sinnvoll, dieses Projekt baldmöglichst in die Wege zu leiten.