Titel des Antrags: Tiny Forest

Erklärung: Die Antragsteller fordern die Gemeindeverwaltung auf, geeignete, bebaute Flächen im Gemeindegebiet zu suchen, um dort kleine, dicht bepflanzte Mini-Wälder („Tiny Forests“) anzulegen. Diese dienen als Maßnahme zur Klimaanpassung, fördern die Artenvielfalt und können gleichzeitig als naturnaher Lernort für Schulen und Umweltbildungsprojekte genutzt werden.

Antragsteller: GRÜNE.WOL21 (WOL21. Grüne. Moin. ERM)

Wann wurde der Antrag gestellt: 24.05.2023 (Eingegangen am 24.05.2023)

Für welchen Ausschuss oder Für welche Institution: Ausschuss für Klima-, Umwelt-, Naturschutz und Mobilität (Gemeinde Westoverledingen, z.H. Herrn Bürgermeister Theo Dowes)

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird gebeten, geeignete Flächen für die Bepflanzung im Sinne eines TinyForest in besiedelten Gebieten der Gemeinde zu suchen und dem Ausschuss zur weiteren Beratung vorzustellen.

Begründung:

Dazu schreibt das Bundesumweltamt: „Im Angesicht der sozio-ökologischen Krise bietet das Konzept des Tiny Forest nach Akira Miyawaki einen vielversprechenden, ganzheitlichen Lösungsansatz. Die Miyawaki-Methode bezeichnet eine innovative, aus Japan stammende Pflanzmethodik. Dabei geht es um die Begründung standortangepasster, hochdiverser Waldökosysteme auf kleinen Flächen ab 100 m2.“

Diese können vor allem innerhalb von bebauten Strukturen (z. B. Wohn-/ Gewerbegebiete) als Klimaanpassungsmaßnahme eingesetzt werden und stellen eine bedeutende Ökosystembereicherung dar.

„Für diese Methode kommen vor allem Flächen von geringem ökologischen Wert in Betracht, die durch eine entsprechende Regeneration des Bodens und eine dichte Bepflanzung innerhalb kurzer Zeit in autarke Ökosysteme umgewandelt werden.

Im Kern der Methode steht die Partizipation von Kindern und anderen Freiwilligen im Rahmen von Umweltbildungsprogrammen, in denen umfangreiches ökologisches Wissen vermittelt wird“.

Ab dem Zeitpunkt seiner Pflanzung kann der Tiny Forest als Lernort dienen, in dem sich die Entwicklung eines Waldökosystems hautnah miterleben lässt. Zum Beispiel im Rahmen von Schülerprojekten kann mit einfachen Mitteln z. B. der Zuwachs der Bäume dokumentiert oder Insekten bestimmt werden, die den Miniwald bewohnen.

Mit der Umsetzung dieses Beschlusses kommen wir auch den vom Rat beschlossenen Richtlinien nach: darin wird unter dem Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ für das III. Quartal 2023 festgehalten, „Baumpflanztage mit den Grundschulen (zu) initiieren“ sowie unter dem Bereich: „Kommune als Planungs- und Regulierungsbehörde“: „,übrige‘ Flächen der Gemeinde bepflanzen, Grünflächen / Kompensationsflächen innerhalb der Baugebiete, Flächenentsiegelung“.