Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 Ostrhauderfehn

Der Klimawandel, aber auch schon die Klimafolgenanpassung, sowie die äußerst angespannte finanzielle Situation unserer Gemeinde verlangt nach Ansicht der GRÜNEN eine deutliche Veränderung und Nachjustierung der Gemeindepolitik.

Dringend erforderlich sei ein aktiverer Einsatz der Kommune für den Klimaschutz durch Verlagerung von Verkehr auf Bus (hier muss viel enger mit dem Landkreis Leer und den Verkehrsbetrieben kommuniziert werden), flexible Zubringer und durch Optimierung des Radwegenetzes, durch aktives Wassermanagement, der Entwicklung eines Hitzeplans, weniger Flächenversiegelung bei gleichzeitiger Entsiegelung von Flächen im Ort, durch Ausbau von Windenergie und der Photovoltaik auf öffentlichen Dächern sowie Förderung der Regenwassernutzung in Privathäusern.

Zusätzlich gehören dazu nach Ansicht unserer Partei mehr Projekte zur Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit durch aktivere Gewerbe- und Arbeitsplatzförderung, durch bessere Bildungsangebote und mehr Aktivitäten zugunsten „abgehängter“ Teile der Bevölkerung in Ostrhauderfehn.

Auch über eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft – entweder in Zusammenarbeit mit den beiden anderen Overledinger Gemeinden bzw. dem Landkreis – zur Schaffung von bezahlbarem Mietwohnraum müsse angestrebt werden.

Des Weiteren wird von den GRÜNEN eine engere Zusammenarbeit der Overledinger- und Saterländer Kommunen gefordert: bei der Findung von Gewerbeflächen, bei der Abstimmung von Buslinien sowie bei dem Umgang im Bereich des Katastrophenschutzes rund um die Längstwellensendeanlage in der Esterweger Dose.

Wir setzen uns ein:

  • für die Beantragung von Fördermitteln für Projekte gegen Armut, eine bessere Beratung für Unterstützungsleistungen des Staates und die aktivere Unterstützung der „Tafel“.
  • für die Berufung externer Mitglieder in Ausschüsse des Gemeinderates
  • für eine gute Grundbildung und bessere Schulabschlüsse durch eine Integrierte Gesamtschule sowie ein gutes Ganztagsangebot
  • für die Gestaltung einer gesunden Umwelt: weniger Lärm durch Verkehr, bessere Luft im Ortszentrum, mehr Grün- und Erholungsflächen
  • für kleinformatige bäuerliche Landwirtschaft
  • für ein Altlastenkataster, einen klugen Umgang mit Hochwasser durch Entlastungspolder und Umleitungen sowie deutlich weniger Versiegelung auf Privatgrundstücken und Gewerbeflächen.
  • für eine Förderung der Regenwassernutzung für Garten und Toilettenspülung in privaten Haushalten
  • für die Bekämpfung des Klimawandel in der Gemeinde u.a. durch Überprüfung kommunaler Dächer auf ihre Eignung für Photovoltaikanlagen,
  • für die kommunale Beratung der Privathaushalte, wie sie Energie sparen und selbst herstellen könnten
  • Gründung von Energie-Bürgergenossenschaften
  • für eine bessere Kooperation mit Nachbargemeinden im Bereich Gewerbeflächen und Katastrophenschutz
  • für die weitere Unterstützung des Tourismus durch eine Förderung von Ferienwohnungen und bessere Freizeitangebote – auch für Gäste.
  • für verbesserte Förderung von Existenzgründungen / Start-Ups
  • zügiger Ausbau von Glasfaseranschlüssen für alle Haushalte
  • für die Umsetzung des Gemeindeentwicklungskonzeptes von 2020 und einer engen Zusammenarbeit im Bereich des geförderten Dorfentwicklungsprogramms
  • für die Prüfung, wo und wie Abfallmengen reduziert und wiederverwertet werden können – auch in den Bereichen Mikroplastik, Abwasser, Klärschlamm etc.
  • für bessere Radwege, sichere Parkmöglichkeiten für Räder, für eine Förderung von Lastenrädern und weitere Werbeaktionen für die Nutzung des Rades vor Ort,
  • für die Unterstützung von verdichtetem und mehrstöckigem Bauen sowie die Vermeidung weiterer Flächenversiegelung
  • für ein Moorschutzprogramm und eine Baumschutzsatzung
  • für die Förderung von günstigem Wohnraum ggf. durch eine gemeinnützige kommunale Baugenossenschaft.